Inhalt
- Azimut und Höhe
- Rektaszension und Deklination
- Umrechnung (Programm)
1. Azimut und Höhe (horizontales Koordinatensystem)
Beim horizontalen Koordinatensystem wird als Bezugspunkt, wie der Name schon sagt, der Horizont genommen. Der Ursprung des Koordinatensystems ist der Beobachter. Um einen Punkt in diesem System anzugeben, werden zwei Werte benötigt, den Azimut und die Höhe.
Azimut (AZ, A): Der Azimut wird meist vom Norden aus gemessen, über den Westen usw. Wenn man so will, ist der Azimut die x-Koordinate. Angegeben wird der Azimut in Grad.
Beispiel: 36°12’18“
Es kommt oft vor, dass Winkel die größer als 180° sind, als Subtraktion von 360° mit einem negativen Vorzeichen dargestellt werden.
Beispiel: 270°00’00“ => -(360° - 270°) = -90°00’00“
Höhe (ALT, h): Die Höhe wird vom Horizont (0°) aus bis hin zum Zenit (90°) gemessen. Der Zenit ist der Punkt senkrecht über dem Beobachter.
Beispiel: 45°33’00“
Man könnte sagen, dass die Höhe der y-Wert ist.
Wenn man ein Objekt am Himmel in Azimut und Höhe angibt, muss man unbedingt die Ortskoordinaten wissen, da die Angabe nur für diesen einen Punkt gilt und für andere Orte umgerechnet werden muss.

Grafik 1: Horizontales Koordinatensystem
2. Rektaszension und Deklination (äquatoriales Koordinatensys)
In der Astronomie ist das äquatoriale Koordinatensystem am gebräuchlichsten. Als Bezugspunkt dient der Äquator, der Ursprung ist der Erdmittelpunkt. Die Koordinaten heißen Rektaszension und Deklination.
Rektaszension (RA, a): Die Rektaszension ist sozusagen der x-Wert. Gemessen wird vom Frühlingspunkt aus in Richtung der Erddrehung. Die Werte reichen von 0 Stunden bis 24 Stunden.
Beispiel: 7h 25m 56s
Deklination (DEC, d): Die Deklination ist der Winkel zwischen dem Himmelsäquator und dem Objekt. Dabei sind +90° der Nordpol und –90° der Südpol. Der Himmelsäquator ist der Großkreis auf der gedachten Himmelskugel.
Beispiel: 23° 27’ 00“
Wichtig ist bei der Angabe von Koordinaten im äquatorialen System, dass der Zeitpunkt der Bestimmung der Rektaszesion und Deklination bekannt ist. Dies ist relevant, da sich die Koordinaten ständig durch die Nutation und Präzession ändern.

Grafik 2: Äquatoriales Koordinatensystem
3. Umrechnung (Programm)
Da es für Teleskope sowohl azimutahle-, als auch äquatoriale Montierungen gibt, muss man manchmal die Koordinaten von dem einen, ins andere System transformieren. Bei dieser Umrechnung braucht man folgende Angaben:
- Breite und Länge des Ortes (+ Zeitzone)
- Datum mit Uhrzeit
- die horizontalen-,
- oder äquatorialen Koordinaten

Grafik 3: Das Umrechnungsprogramm
Das Programm wurde in PHP 4 geschrieben für das PHP-gtk 1.0.2 (
http://gtk.php.net). Damit das Programm läuft, muss unter
http://gtk.php.net/download.php "php-gtk-1.0.2 Windows and PHP Binaries" (kostenlos) runtergeladen werden, sowie eine installierte PHP Version ab v4.0.5, die unter
http://www.php.net kostenlos bezogen werden kann.
Um das Programm aufzurufen gibt es zwei Möglichkeiten, die mir bekannt sind:
-
In der Kommandobox wird eingegeben (unter Windows):
X:\Pfad\zum\php\Ordner\php_win -q X:\Pfad\zum\Programm\koordinatenumrechner.phpw
- Man erstellte eine Verknüpfung (unter Windows), die auf den gleichen Pfad wie in 1. weist.
Unter Linux und MacOSX sollte das Programm auch laufen, solange es für diese Betriebssysteme die entsprechenden Interpreter
und Bibliotheken auf
http://www.php.net
und
http://gtk.php.net/download.php vorhanden sind.
Das Programm kann
hier runtergeladen werden.